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Autotour 7: BERGLANDSCHAFTEN IM SÜDEN
Eilat (Amrams Säulen) (Timna) Shaharut Eilat
169 km; etwa 2Std30Min Fahrzeit. Für den Abstecher zum Shehoret Canyon und zu Amrams Säulen braucht man zusätzlich 20km (1 Stunde) hin und zurück; für den Abstecher zum Timna Park zusätzlich 14 km (1 Stunde) hin und zurück
Am Wege: Picknicktische im Timna Park und an der Shizafon Junction; für empfehlenswerte Picknicks siehe Seite 11; Wanderung 22 und 24.
Offnungszeiten: Die Nationalparks und Naturschutzgebiete sind täglich von 8 bis 16 Uhr (im Sommer bis 17 Uhr) geöffnet, schließen freitags jedoch teilweise um 15 Uhr.
Alle Straßen sind gut. Selbst die Piste, auf der der Abstecher zu Amrams Säulen verläuft, ist mit einem normalen Leihwagen befahrbar. Falls man jedoch Vierradantrieb hat, empfiehlt es sich, die auf Seite 8 erwähnte SPNI-Karte »Eilat Mountains«, zu erwerben, um den Negev richtig zu erkunden. Man sollte reichlich Wasser mitnehmen, selbst wenn man nicht vorhat, unterwegs das Auto zu verlassen. In der heißen Jahreszeit sollte man zwischen 11 und 14 Uhr nicht in der Sonne wandern.
Unterkunft: in Shaharut (77 km) kann man ohne Reservierung aufkreuzen, aber es empfiehlt sich, vorher mit Managerin Shacha zu sprechen (Tel. 07-6371308 oder 07-6373218). Im Kibbuz Eilat direkt vor Eilat gibt es eine komfortable Pension (Tel. 07-635881 6). Die Feldschule Eilat bietet schlichte Unterkunftsmöglichkeiten in herrlicher Umgebung (Tel. 07-6372021 oder 07-6371127).
BESUCHER VON EILAT stellen sich den Negev häufig als menschenfeindlichen Landstrich vor, der sie von dem restlichen Israel trennt. Diesen Eindruck der Wüste gewinnen sie vom Busfenster aus, während sie vom Flughafen Uvda anreisen oder dorthin zurückgebracht werden. Nach der Ankunft in Eilat sind die meisten Urlauber viel zu sehr damit beschäftigt, in der Sonne zu baden und sich auszuschlafen, um Naturschutzgebiete zu besuchen oder Ausflüge zu unternehmen. Wir »Landschaften«-Freunde haben davon den Vorteil. Landschaftlich reizvolle Fleckchen und archäologische Stätten, selbst solche ganz in der Nähe von Eilat, sind fast das ganze Jahr über menschenleer, und auf den Straßen herrscht praktisch kein Verkehr. Die Ausblicke, die sich unterwegs bieten, sind häufig spektakulär, insbesondere der letzte Abschnitt zurück nach Eilat bei Sonnenuntergang.
Wir verlassen Eilat auf der Straße, die am Flughafen und am Shalom-Einkaufszentrum vorbeiführt; sie setzt sich als Straße 90 in Richtung Arava-Senke fort. Bald kommen wir an den Ausfahrten zum Kibbuz Eilot und zur Arava-Grenze mit Jordanien vorbei. Zwei empfehlenswerte Abstecher zweigen dann links ausgeschildert ab, nämlich nach 9 km zum Shehoret Canyon und zu Amrams Säulen (Amrams Pillars; Felsformationen, die Säulen darstellen), und 27 km von Eilat entfernt zum Timna Park (Gärten, antike Stätte, Restaurant, Picknicktische). Dieser Park erstreckt sich über rund 60 Quadratkilometer und besitzt herrliche vielfarbige Felsformationen aus Sandstein, uralte Kupferminen und Ruinen aus dem 14. Jh. v.Chr. Asphaltierte Straßen verbinden die Hauptsehenswürdigkeiten (mit Erläuterungen auf Englisch).
Wir passieren das Naturschutzgebiet Hai Bar (34 km; Gärten), das zum Schutz und zur Verbreitung der biblischen Tierwelt geschaffen wurde, die vom Aussterben bedroht ist. Das Personal veranstaltet eine 90-minütige Führung für Besucher. Dann kommen wir an einer Tankstelle/Cafeteria vorbei (41 km), die vom Kibbuz Yotvata betrieben wird. Wir erreichen die QETURA JUNCTION und biegen links auf die Straße 40 in Richtung »Shaharut, Mitzpe Ramon, Beer Sheva«. An der SHIZAFON JUNCTION (64 km; Restaurant, Picknicktische, Informationen) kann man sich in einem Café, das von der Kollektive Neot Smadar betrieben wird, im Freien niederlassen. Hier biegen wir links auf die Straße 12 zurück in Richtung Eilat.
Nach 5 km biegen wir links nach Shaharut. Unterwegs, nach etwa 4 km und nach 6 km, sehen wir links grüne Naturschutzgebiet-Schilder zunächst zum Nahal Kasui und dann zum Nahal Yitro (Aussichtspunkt). Wir parken entweder hier oder dort und folgen dem vielbegangenen Pfad zu großartigen Sanddünen, eine sehr seltene Erscheinung im Negev. Etwa 10 km weiter biegen wir an einer Kamelstation links zur Wüstensiedlung Shaharut (184 km; Campingplatz, Restaurant, Aussichtspunkt; Picknickvorschlag). Das Shaharut Camp liegt landschaftlich reizvoll auf einem Berggipfel hoch über der Arava-Senke und wurde 1983 von dem idealistischen Pionier Sefi Hanegbi gegründet, der viele Jahre zusammen mit örtlichen Beduinen verbrachte. Der weite Ausblick in die offene Landschaft und die Stille sind überwältigend. Falls man keine Übernachtung gebucht hat, sollte man die Gegend zumindest auf dem Kamel erkunden (Foto oben).
Wir kehren zur Straße 12 zurück und fahren weiter nach Süden, parallel zu den Uvda-Klippen (Cliffs). Bald geht es am Flughafen vorbei, der hauptsächlich vom Militär benutzt wird, jedoch auch von internationalen Chartergesellschaften angeflogen wird. Während wir weiter nach Süden fahren, ändern sich die Farben und Formen der Berge von Eilat von Minute zu Minute auf dramatische Weise: scharf zerklüftete Bergrücken mit Gipfeln aus rotem und grauen Granit... abgerundete Kalksteinplateaus von blasser Farbe... steile Felswände und Schluchten in vielfarbigen Schichten aus nubischem Sandstein. Auf den Wanderungen 22, 23 und 24 bekommt man diese Gesteinsarten zu Gesicht. Etwa 45 km südlich der Straße in Richtung Shaharut biegen wir links zum Red Canyon ab. Kurzwanderung 24 bietet Gelegenheit, sich die Beine in herrlicher Umgebung zu vertreten.
Wir kehren zur Hauptstraße zurück und fahren zunächst am Berg Uziyahu (149 km), dann am Berg Hizkiyahu vorbei; beide gewähren einen Rundblick über den Negev (Aussichtspunkt). Der Streckenabschnitt der Straße 12 vom Kontrollpunkt an der NETAFIM JUNCTION nach Eilat heißt »Maale Eilat« (»Eilat-Abfahrt«). Die Ausblicke sind großartig, während wir steil bergabfahren und dabei dem Verlauf der israelisch-ägyptischen Grenze folgen. Von den Gipfeln des Berges Yoash (wo Wanderung 22 beginnt) und des Berges Yehoshafat reicht der Blick nach Eilat, Ägypten (Sinai), Saudi-Arabien und Jordanien (Aussichtspunkt mit Panoramakarten, die alle Orientierungspunkte auf Englisch bezeichnen). Mit seinen Segelbooten, die ein- und ausfahren, erscheint der Golf von Eilat so ruhig wie ein Binnensee. Von diesem Aussichtspunkt könnte man Israels Probleme mit seinen Nachbarn fast vergessen, während man die makellose Schönheit der Landschaft aus unvoreingenommener Perspektive sieht. Selbst wenn man nicht ein einziges Mal aus dem Auto aussteigt, wird man diesen abschließenden Abschnitt der Tour nach Eilat (169 km) mit Sicherheit als einen Höhepunkt des Urlaubs erleben.
HINWEIS: Obwohl diese Muster-Autotour denselben Wortlaut wie im Buch hat, wurde die graphische Darstellung hier verändert, um eine höhere Ladegeschwindigkeit zu erzielen. Im Buch sind Druckbild und Layout natürlich hochwertiger.