Korsika, 2. Auflage (1994)
Aktualisiert 23/3/98
Die nachfolgenden Informationen ergänzen die Angaben im Reiseführer. Achtung: Das Update sollte in Verbindung mit dem Text im Buch gelesen werden und bezieht sich nur auf die angegebene Auflage, nicht jedoch auf ältere Auflagen. (Falls man im Besitz einer älteren Auflage ist, ist es sehr empfehlenswert, sich vor Reiseantritt die neueste Auflage zu beschaffen.) Die Informationen im Update basieren auf Zuschriften an den Verlag. Sunflower Books stellt diese Informationen in gutem Glauben zur Verfügung, übernimmt jedoch keine Verantwortung für deren inhaltliche Richtigkeit. Sofern nicht anders angegeben, wurden die Informationen im Update nicht vom Autor oder Verlag überprüft. Man sollte daher zwar Warnhinweise beachten, jedoch Vorschläge für neue oder veränderte Routen mit der nötigen Vorsicht lesen. Alle Angaben sind datiert; man sollte daran denken, dass einige der älteren Angaben bereits schon wieder veraltet sein können. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns aufgrund Ihrer Reise aktuelle Hinweise zum Update übermitteln könnten. Bitte schicken Sie Ihre Hinweise auf Englisch oder Deutsch per eMail (bitte keine Anhänge) an: pat@sunflowerbooks.co.uk
ACHTUNG: Dieses Update ist nicht auf dem neuesten Stand. Die letzte Auflage dieses Buches ist die 3., stark überarbeitete und erweiterte Auflage, aber sie ist noch nicht auf Deutsch erhältlich. Die nachfolgenden Informationen basieren ausschließlich auf deutschen Zuschriften zur 2. Auflage. Eine deutsche Neuauflage ist derzeit noch nicht geplant, aber man könnte auch in Erwägung ziehen, die neueste englische Ausgabe (3. Auflage 2002) zu erwerben und dazu das englische Update zu lesen.
Bücher: Den Reiseführer Korsika von Michelin gibt es jetzt in deutsch.
Wanderungen
GR20: ,,Im August 1992 gab es in der Haute Corse in der Region südlich des Refuge Paliri an der GR20 (jedoch ein Stück von Conca entfernt) einen verheerenden Waldbrand. Hunderte von Hektar wurden zerstört. Aufforstung haben stattgefunden, und die GR20 ist begehbar. Es wird jedoch mehrere Jahrzehnte dauern, bis der Wald wieder seine ursprüngliche Pracht aufweist." (Leserbrief, 7/93)
Wanderung 1: Der Pfad zu Beginn der Wanderung war mit dornigem Gestrüpp überwuchert. Um dies zu umgehen, wandert man entweder 800 m entlang der Straße zurück oder parkt gegenüber den Tennisplätzen und nimmt einen der Wege, die zum ehemaligen Schießstand führen (7Min-Stelle der Wanderung). (Zuschrift, 7/96)
Wanderung 2: In einer Zuschrift werden wir gebeten, nachdrücklich darauf hinzuweisen, wie schwierig und möglicherweise gefährlich der Abstieg zum Rocher des Gozzi ist. Man bedenke, daß es keinen Pfad gibt, und der weglose Abstieg nur für schwindelsichere Wanderer geeignet ist, die etwas Erfahrung im Klettern haben.
Wanderung 3:
An der 8Min-Stelle wendet man sich nach links, um den
Bach zu überqueren, und biegt dann nach rechts. (Zuschrift,
7/96) · Ende 1993 fehlte der Wegweiser am Querweg (1Std40Min).
Neue Wege erschwerten die Orientierung. Hier bestehen folgende
Möglichkeiten: 1) Nachfolgend eine Variante, beschrieben
von einem Führer von Wandergruppen (2/94): An dem Querweg
(1Std40Min) hält man sich rechts in Richtung
Porticcio. Nach knapp 1 km erreicht man einen Wegweiser nach Bisinau
(Bisinao), der geradeaus auf den Bergrücken weist (der nach
Porticcio beschilderte Pfad biegt nach rechts und führt bergab).
Hier wendet man sich links nach Bisinao und folgt dem Kammrücken.
Dann biegt man scharf nach links, um steil nach Bisinao abzusteigen.
Diese Route (auf der Karte als gestrichelte Linie dargestellt)
wurde kürzlich freigemacht und orangefarben markiert. In
Bisinao (hier gibt es keine Bar) biegt man links auf die D302.
Nach einigen hundert Metern auf der Straße kennzeichnet
ein Wegweiser eine neue Tra Monti e Mare-Route. Man folgt den
orangefarbenen Wegzeichen in den Wald und gelangt weit unterhalb
der D302 wieder auf die im Buch beschriebene Route. Man folgt
ihr nach Pietrosella (die Einheimischen behaupten, das Brunnen-wasser
sei trinkbar). Durch diese neue Route kommen bis zu 30 Minuten
zur Gehzeit hinzu. 2) Wir versuchten die Route, die von dem Wanderführer
vorgeschlagen wurde, aber der Wegweiser nach Bisinao fehlte. Wir
kehrten um und unternahmen die Wanderung, wie sie im Buch beschrieben
ist. Obwohl die Schilder an der 1Std40Min-Stelle fehlen, stehen
die Pfosten noch. Ab hier ist die ursprüngliche Wanderung
begehbar, aber nach Überqueren der D302 gibt es auf etwa
800 m keine Wegzeichen. An der 1Std40Min-Stelle geht man an den
Pfosten links den Schotterweg hinab. Man überquert die C302
und schließt sich dem nun deutlichen Weg auf der Rückseite
der Haltebucht an. Nach etwa drei Minuten biegt man scharf nach
rechts unter den Stromleitungen (auf der Karte dargestellt) und
wendet sich dann sogleich nach links. Man geht weiter in den Wald
hinab, wo die orangefarbenen Wegzeichen wieder auftauchen. (Zuschrift,
7/96)
Variante: Vor Liscinosa verläuft der Pfad links von
einem verfallenen Turm (auf der Karte dargestellt). Am Ende der
Wegzeichen könnte das Schild nach Porticcio verschwunden
sein. Neue Straßen- und Hausbauarbeiten in dieser Gegend
verwirren das Ende der Wanderung, und man muß sich bis Erreichen
der D555 nach Gefühl orientieren.
Wanderung 4, Foto und Text: Es handelt sich um die Überreste einer früheren Strafanstalt. (Leserbrief, 7/95)
Wanderung 5: Es sollte vielleicht betont werden, daß vom alten CAF-Refuge kaum etwas zu sehen ist. Wir sind bei schlechtem Wetter daran vorbeigelaufen und mußten dann umkehren. (Leserbrief, 2/94)
Wanderung 9 und 10: Bei dem Berg im Hintergrund von Ota (Foto Seite 84) könnte es sich um den Capu d'Ortu bei Porto (Wanderung 11) handeln.
Wanderung 9: Wir brauchten fast 3 Stunden... Es sollte deutlicher gesagt werden, daß man die beiden Brücken (1Std25Min) nicht überquert. Der Pfad nach links kommt vor der ersten Brücke, und der Fluß wird weiter stromab auf dem Ponte Vecchiu überquert. (Leserbrief, 2/94) In einem weiteren Leserbrief (9/94) heißt es: Zunächst folgen wir dem Bus bergab auf der D84 in Richtung Porto... Das Gebäude des Postamts am Ende der Wanderung in Ota wurde in ein Hotel umgewandelt, und das Postamt ist verlagert worden. Am oberen Ende der Stufen muß man sich nach links wenden und auf der Hauptstraße zum Postamt gehen. Es steht am westlichen Ende dieser Straße gegenüber einem unbebauten Bereich.
Wanderung 10: Der Bus hält jetzt am vorläufigen neuen Postamt von Ota (siehe Wanderung 9 oben). An dieser Stelle beginnt der Pfad; in der Nähe befindet sich ein Gîte d'étape. (Leserbrief, 11/94)
Wanderung 11: Eine herrliche Wanderung. Wir haben uns gefragt, warum diese Tour als so anspruchsvoll bzw. schwierig eingestuft wird. Der Aufstieg wäre bei schlechtem Wetter zugegebenermaßen gefährlich, aber in Wolken gehüllt würde der Aufstieg ohnehin nichts bringen. (Leser-brief, 1/94) Der Pfosten, der 50 m nach Beginn der Wanderung erkennbar sein sollte, ist verschwunden. Um den richtigen Weg zu finden, kann man sich auf das Wasserreservoir (auf der Karte dargestellt) beziehen; man kommt etwa 10 Minuten nach Beginn der Wanderung rechts daran vorbei. Von der Stelle aus, wo der Pfosten vermutlich einst stand, ist das Wasser-reservoir bereits erkennbar. Ich stimme auch mit obigem Leserbrief überein: Die Wanderung ist nicht so schwierig wie angegeben, und andere Leute auf dieser Route waren alles andere als erfahrene Wanderprofis. (Leserbrief, 11/94) · Der Pfad unmittelbar vor der 1Std40Min-Stelle ist vollkommen in Ordnung und nicht erodiert, aber 5 Min. nach der Abzweigung kreuzt er einen Wasserlauf. Der Gipfelaufstieg braucht nicht auf ,allen Vieren' zu erfolgen, sondern ist in aufrechter Körperhaltung zu bewältigen. (Zuschrift, 10/96)
Wanderung 12: Genau wie beschrieben. Ich unternahm auch die Variante. Der Küstenpfad scheint weiter um die Küste herumzuführen als im Buch beschrieben, und ich verpaßte die Abzweigung (1Std-Stelle). (Leserbrief, 11/94) · An der 1Std-Stelle auf der Variante ist der Pfad zur Straße hinauf nicht mehr unpassierbar. Die Wegbeschreibung muß lauten: Wenn man die größte Bucht erreicht (1Std), hält man nach einem eindeutigen Pfad Ausschau, der zur Straße ansteigt, und geht ihn hinauf. Dann folgt man der Schotterstraße nach rechts. (Zuschrift, 10/96) · Um die Kapelle Notre Dame de la Serra zu erreichen, kann man nicht mehr ,,über ein Feld gehen und sich nach links zur Straße hinab begeben'' (die Straße ist gesperrt). Stattdessen nimmt man den Weg mit Stufen auf der rechten Seite des Feldes; er führt direkt zur Kapelle. (Zuschrift, 2/97)
Wanderung 13: Um ein Stück auf der D263 zu sparen, folgte ich einem markierten Pfad bergab in Richtung der Kirche von Occiglioni. Dieser Pfad mündete fast genau gegenüber dem Pflasterpfad, der nach l'Ile-Rousse hinabführt, auf die D263. (Leserbrief, 11/94) · Am Anfang dieser Wanderung gibt es jetzt einen Wegweiser, der eine zweistündige markierte Rundwanderung von Lumio ausweist. (Zuschrift, 9/96) · Es ist nicht mehr nötig, an der 5Min-Stelle so steil anzusteigen (auf dem steilen Pfad, der mit einem orange-farbenen Farbpunkt auf einer Mauer markiert ist). Ein deutlich blau markierter Pfad setzt sich geradeaus fort und folgt dem alten Maultierweg nach Occi. Dieser Weg setzt sich zur Kapelle Notre Dame de la Stella fort. Die Gehzeit von Occiglioni zur N197 ist um 30-40 Minuten überschätzt. (Zuschrift, 10/96)
Wanderung 15: In einem Leserbrief wird folgende geänderte Wegbeschreibung vorgeschlagen: Die Wanderung beginnt an der Auberge in der Forêt de Bonifatu (am Auto-Symbol auf der Karte). Man geht die breite Forststraße hinauf; unten verläuft der Fluß Figarella. Nach 15Min schwenkt ein Nebenweg nach links über den Fluß; man geht geradeaus auf einem in Richtung Carrozzu ausgeschilderten Pfad weiter. (Leser-brief, 1994) · An der 1Std05Min-Stelle gibt es jetzt eine neue Hängebrücke ähnlich der Brücke, die an der 2Std30Min-Stelle beschrieben wird. Auf beiden Brücken besteht das ,Geländer' aus zwei Drahtseilen (auf beiden Seiten). (Zuschrift, 7/96) · Die Topo-Führer geben für die Auberge von Bonifatu 540 m und den Refuge de Carrozzu 1260 m Meereshöhe an. Falls dies stimmt, beträgt der Aufstieg auf dieser Wanderung 720 Höhenmeter (nicht 620 Höhenmeter). Die alte Brücke ist nun aus Sicherheitsgründen gesperrt. Man kann den Fluß auf Felsbrocken durchqueren oder die neue tiefergelegene Brücke benutzen. (Zuschrift, 10/96)
Wanderung 16: Der Hinweis auf die Busverbindung an der 8Std20Min-Stelle sollte gestrichen werden; diese Route wird nicht mehr von Bussen mit verläßlichen Fahrzeiten befahren. Man sollte sich vorher (wie unter ,An/Rückfahrt' beschrieben) vorher ein Taxi bestellen.
Wanderung 20: Ich kann bestätigen, was der Autor sagt: Zwischen Tralonca und dem mit Farbbändern markierten Gebiet muß man sich sehr sorgfältig auf die Route konzentrieren, insbesondere bei tiefhängenden Wolken. (Leserbrief, 11/94)
Wanderung 21: Die Kurzwanderung bis zur Brücke bildet einen herrlichen Tagesausflug von Ajaccio. (Leserbrief, 2/94) Das ,Hexenhäuschen' steht noch, aber anscheinend wird ein neuer Refuge gebaut. Die Wegbeschreibung stimmte bis zur Bocca a l'Arinella, wo ich aufgrund eines Gewittersturms umkehren mußte. (Leser-brief, 11/94)
WANDERTIP von Calvi aus: Man fährt mit der Straßenbahn in Richtung Ile Russe und steigt an der Haltestelle St. Ambroggio oder Cocoody Village (Club Med) aus. Von hier aus kann man auf einem Küstenpfad in der Nähe der Straßenbahnlinie zurück nach Calvi wandern. Man kann die Wanderung jederzeit beenden. Von St. Ambroggio nach St. Restitude braucht man etwa 3 Stunden. Unterwegs kommen viele Strände. (Leserbrief, 5/96)
ZÜGE
Im Oktober 1996 fuhr lediglich ein Zug am Tag von Ponte Leccia
nach Corte/ Ajaccio. (Zuschrift, 10/96)
OSTKÜSTE - WANDERTIPS
Aufstieg zum Monte San Petrone
(1767 m) (IGN-Karte 4349)
Der Feldweg beginnt auf der Paßhöhe von Col de Prato
zwischen den Häusern (Hinweis an einer Hauswand) und führt
immer geradeaus in südlicher Richtung (linke Abzweigung nach
15Min. ignorieren) zunächst durch Gestrüpp, später
durch prächtige Buchenwälder, in die sich alte Kastanienbestände
einmischen, gemütlich bergan. Sie passieren mehrere Schweine-pferche
und begegnen auch immer wiedere frei umherlaufenden, halbwilden
Schweinen. Nach gute 30Min verzweigt sich der Weg. Wir
folgen dem rechten, unteren. Kurz darauf findet man an einem blauen
Fahrzeugwrack den Hinweis ,San Petrone'. Weitere zehn Minuten
später gelangen wir zu einer schwach ausgeprägten Kuppe.
Der hier links abzweigende Pfad ist leicht zu übersehen.
Wir achten auf ein weißes Schild mit blauer Aufschrift (San
Petrone 1760 m). In die Buchenwälder mischen sich immer häufiger
Kiefern ein. Nachdem der Weg bis zur Abzweigung eher einem Spaziergang
glich, scheint der etwas steilere aber immer noch bequeme Bergpfad
kein Ende zu nehmen. Nach 2Std15Min erreichen wir einen
sonnendurchfluteten Bergsattel (1536 m) - ein angenehmer Kontrast
zu den ,Schattendasein' in den Buchen-wäldern. Wir genießen
den Ausblick auf hie zentrale korsische Gebirgskette. Rechts zweigt
der Weg nach Campana und Campodonico ab, der eine Alternative
für den Abstieg darstellt. Für den Aufstieg zum Gipfel
wenden wir uns in nördlicher Richtung (links) über Wiesen,
später steiler über einen teils steinigen, markierten
Pfad dem felsigen Gipfelaufbau zu. Nach überwindung der letzten
steilen 40 Höhenmeter stehen wir auf dem Gipfel (2Std45Min).
Der grandiose Rundblick reicht von den korsischen Alpen mit den
teilweise schneebedeckten Häuptern von Cinto und Rotondo
über die grüne Wellenlandschaft der Castagniccia bis
zur Ostküste und zum Cap Corse. Wir kehren auf der gleichen
Route nach Col de Prato zurück (4Std45Min). (Zuschrift,
1/98)
Wanderung entlang der Nordküste
bei St. Florent (IGN-Karte 4348)
Die Wanderung beginnt im Zentrum von St. Florent an der Hauptstraße
in Richtung L'Ile-Rousse. Am Hafen nehmen wir die Fußgängerbrücke,
die auf das andere Aliso-Ufer führt. Wir folgen dem Sand-strand
bis an dessen Ende. Von hier aus führt eine unbefestigter
Fahrweg zwischen eingezäunten Grundstücken hindurch
Richtung Westen. Nach 1Std Gehzeit folgt man dem zweiten
der rechts kurz nachein-ander abzweigenden Schotterwege. Am Ende
des Weges befindet sich rechts ein wellblechgedecktes Haus. Ein
deutlicher aber unmarkierter Pfad führt hinab zur Fornali-Sandbucht
und weiter direkt am Meer entlang. Man passiert in Kurzer Abfolge
zwei Gatter. Oberhalb bemerkt man einige Ferienhäuser. Wenige
Minuten nach einem dritten Gatter stehen wir an einem kleinen
paradisischen Sandstrand an der Buggiu-Mündung (2Std),
der besonders zu einem erfrischenden Bad im Meer einlädt.
Nach weiteren 20 Minuten erreichen wir die weite Sandbucht an
der Santu-Mündung. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen
Route (4Std30Min). (Zuschrift, 1/98)