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ANDORRA LA VELLA ENTREMESAIGUES
MADRIUTAL ANDORRA LA VELLA
Länge: 16 km 5 Std
Schwierigkeitsgrad: Leicht begehbare Wege, jedoch ein Aufstieg
über 900 Höhenmeter.
Ausrüstung: Die Kleidung muß 2000 m Meereshöhe
angemessen sein; siehe die Hinweise im Kapitel »Wandern«,
Seite 43.
Anfahrt: Bus von Andorra Ia VeIIa nach Les Escaldes (entweder
mit der Cooperativa Interurbana Andorrana, Telefon Andorra 376820412,
oder mit La Hispano Andorrana, Telefon Andorra 376821372); oder
Auto oder Taxi, Autotour 3). Siehe »Kürzere Wanderung«
unten
Rückfahrt: Bus von Les Escaldes nach Andorra la Vella
Kürzere Wanderung: Mit dem Auto läßt sich
der Aufstieg um 250 Höhenmeter bzw. 90 Minuten abkürzen.
Man fährt direkt nördlich von Les Escaldes scharf rechts
die C520 hinauf, der Ausschilderung »Engolasters«
folgend (sowohl von der Hauptstraße als auch von der umfahrungsstraße
aus erreichbar; siehe die Karte). Mann kann 1,5 km weiter bergauf
parken, wo die CR7 die Straße kreuzt (beschiIdert). Gleich
in der Nähe steht die gegenüber abgebildete Kapelle.
EINE KURZE, aber sehr schöne Wanderung in abgelegener Hochgebirgslandschaft abseits der Hektik Andorras mit seinen Verkehrsstaus und seinem zollfreien Warenverkauf. Nur wenige Besucher dieses kleinen Fürstentums der Pyrenäen bekommen diese Gegend je zu Gesicht.
Die Wanderung beginnt am Hotel La Grandalla in Les Escaldes, einer geschäftigen Ortschaft in der Nähe der Hauptstadt. Das Hotel liegt direkt unterhalb der Thermalquelle namens Roc del Metge. Wir überqueren die Straße und nehmen den Cami de la Canaleta, der zur Umgehungsstraße ansteigt. Wir wenden uns nach links, überqueren unmittelbar hinter der Repsol-Tankstelle die Umgehungsstraße und folgen dem asphaltierten Fußweg. Er steigt sehr steil zu der Straße an, die von Les Escaldes kommt (50Min).
Wir überqueren die Straße schräg nach links und wandern auf dem Fußweg (»Cami del Muntanya«) weiter; steil geht es an einer hohen Steinmauer entlang bergauf. Nach zehn Minuten (1Std) öffnet sich schließlich ein hübsches Tal; vor uns steht eine Hütte. Zahlreiche rot-weiße Zeichen markieren die Route. Wir überqueren eine Steinbrücke (1Std05Min) und gehen an dem nach rechts abzweigenden Weg vorbei. Bald darauf kommen wir an einem großen Steingebäude vorbei. Wir gelangen nach Entremesaigües (1Std15Min). In diesem Weiler stehen bemerkenswerte Steinhäuser, von denen einige gekonnt restauriert wurden.
Der Pfad teilt sich nun. Wir gehen an der Rechtsabzweigung vorbei (Markierung »GR11/10 Refugi Pierrefita; Port de Pierrefita; Estany de la Nou«) und wandern stattdessen geradeaus zwischen Weißbuchen, Buchsbaum und Kiefern weiter; das idyllische und bezaubernde Madriutal öffnet sich nun vor uns. Schließlich (2Std) kommen wir nach Ramio, eine weitere, sehr kleine Ansammlung von Steinhäusern. Dahinter steigt der Pfad steil über rutschigen Kies an. Bald (2Std05Min) gehen wir an einer Linksabzweigung nach »Encamp 1h45min« vorbei.
Schließlich (3Std) erreichen wir die weite ebene Weidefläche, die auf Seite 19 abgebildet ist. Wir folgen dem deutlichen Pfad an einem großen Bauernhof vorbei bis zum Wald (3Std05Min). Ab hier verläuft der Pfad auf und ab durch Wald und Lichtungen; der Bachlauf liegt ein Stückchen nach rechts versetzt. Dann (3Std20Min) durchschreiten wir ein Weidegatter und erreichen bald darauf eine altersschwache Schutzhütte mit Torfdach. Wie sind am Collet de l'Infern (»Höllenpaß«). Wir gehen 15 Minuten weiter und bleiben dabei dicht am Fluß, der in einer scharfen Biegung nach rechts fließt. Hier setzen wir uns ein Weilchen und genießen dieses bezaubernde, von Bergen umgebene Tal.
Wir gehen auf demselben Weg zurück und staunen beim Abstieg, wie schnell eine Landschaft sich ändern kann: Vom ländlichen Himmelreich zur urbanen (aber zollfreien!) Hölle (5Std).

HINWEIS: Obwohl diese Musterwanderung denselben Wortlaut ie im Buch hat, wurde die graphische Darstellung hier verändert, um eine höhere Ladegeschwindigkeit zu erzielen. Im Buch sind Druckbild und Layout natürlich hochwertiger.