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![]() | Entdecken Sie auf den Wanderungen und Autotouren dieses Buches den Nordwesten Portugals - den wahrscheinlich schönsten Teil des Landes. Hier, in der Provinz Minho, steht das satte Grün seiner Küstenregion, der Costa Verde, im kontrastreichen Gegensatz zum gebirgigen Hinterland - eine der letzten urwüchsigen Regionen Europas. Ausflüge in den einzigen Nationalpark des Landes - Peneda-Gerês - stehen im Vordergrund, aber im Buch sind auch gesellige Unternehmungen beschrieben, etwa der Besuch örtlicher Märkte, Weinproben in den Portwein-Destillen und eine Schifffahrt auf dem Douro. Schon der Name Costa Verde ("Grüne Küste") ist vielversprechend - er schwört Bilder einer saftgrünen Landschaft herauf und man wird nicht enttäuscht. Der Wein für den berühmten Vinho verde wächst an der Straße, auf den Feldern, in den Bergen, die Bäume hinauf, an Spalieren, über Pergolen, Wege und Dorfstraßen. Seine frischen, grünen Blätter beleben das Landschaftsbild auf hinreißende Weise. Die weithin sichtbaren Reben spiegeln die hohe Fruchtbarkeit dieser Granitregion wider; farbenprächtige Wiesen, die von Wildblumen wimmeln, wetteifern mit den Weintrauben um die Gunst des Besuchers. In völligem Gegensatz dazu ist es landeinwärts im Minho sehr gebirgig; hier liegt auch der Peneda-Gerês-Nationalpark. Landschaftlich schön und wildromantisch - wo Adler segeln, Wölfe und wilde Keiler umherstreifen - ist er eine der letzten unberührten Regionen Europas. Leider hat sich der Bestand dieser wilden Tiere so verringert (besonders der der Wölfe), dass man sie unter Schutz stellen musste. Wer mit diesem Buch auf Wanderschaft geht, gelangt über die Berge in eine Gegend von atemberaubender landschaftlicher Schönheit. Auch die Geschichte ist hier noch lebendig: vor Jahrtausenden wurde sie bereits in den dauerhaften Granit geschrieben. Die Wanderungen folgen einigen schönen alten, aus Granitplatten gebauten Wegen hoch hinauf in die Berge. Man kann nur die Anstrengung und Energie bestaunen, mit der sie erbaut wurden, und sich über die Menschen wundern, welche einstmals in diesen Bergen lebten. Viele Menschen im Minho wohnen immer noch in entlegenen Dörfern, die erst vor kurzem an das moderne Straßennetz angebunden wurden; manche von ihnen sind bis heute nur zu Fuß erreichbar - ein besonderes Erlebnis! Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Die Dorfbewohner wenden immmer noch leidenschaftlich landwirtschaftliche Techniken an, die schon vor vier Jahrhunderten entwickelt wurden und weitgehend unverändert geblieben sind. Langhörnige Ochsen stehen im Mittelpunkt der Dorfwirtschaft - nicht nur im Gebirge, sondern in der ganzen Region. Sie sind Lasttiere und dienen zugleich der Nahrungsmittelproduktion. Man kann sie auf dem Feld den Pflug oder auf der Straße, wo sie sich mit dem Verkehr mischen, die eigens gebauten Wagen ziehen sehen. Das Gebiet: von der Nordküste südwärts bis Porto und ostwärts bis zum Nationalpark Peneda-Gerês. Beste Wandermonate: Ein Wanderurlaub in Nordportugal empfiehlt sich nicht vor April. Nicht dass der April ein Monat mit stabilem Wetter wäre - man muss mit allem rechnen, von warmen, sonnigen Tagen bis hin zu Schauerwetter, Regentagen und manchmal sogar kalten, beißenden Winden -, aber normalerweise ist der April gut zum Wandern geeignet. Im Mai, wenn es heißer wird, ist das Wetter stabiler, aber es ist immer noch mit gelegentlichem Regen zu rechnen - insbesondere am späten Nachmittag in den Bergen. Im Juni steigen die Temperaturen kontinuierlich, bis es zu heiß zum Wandern wird - spätestens in der zweiten Monatshälfte. Die Sommerhitze lässt im Laufe des September nach und es kann wieder gewandert werden - den ganzen Oktober hindurch, aber dann mit zunehmender Regenwahrscheinlichkeit. Unterkunft: Wenn man am Meer wohnen möchte, dann ist es in Viana do Castelo am schönsten. Von hier aus lassen sich alle im Buch beschriebenen Wanderungen unternehmen, vorausgesetzt, man hat ein Auto und ist bereit, täglich größere Strecken zu fahren. Es gibt auch landeinwärts sehr schöne Orte entlang des Flusses Lima, die näher am Hauptwandergebiet liegen. Etwa 25 km das Limatal flussaufwärts liegt Ponte de Lima, eine Stadt mit viel Charme. Hier gibt es nur wenige Hotels, aber in der näheren Umgebung finden sich viele 'Turismo de Habitação'-Unterkünfte (Herrenhäuser etc.). Noch weiter landeinwärts liegen Ponte da Barca (42 km) und Arcos de Valdevez (48 km), die zwar beide kleiner als Ponte de Lima sind, aber noch mehr Atmosphäre haben. In beiden Orten gibt es Unterkünfte für Touristen; sie sind günstig gelegen für die Erreichbarkeit der Wanderungen. 4 Autotouren, 68 lange und kurze Wanderungen, 14 Picknickvorschläge 136 Seiten u. Autokarte Vierte Auflage April 2004 ISBN 1-85691-146-2 Euro: 12,70 SFR 19,00
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